Wir haben echt Schwein ...

Bei uns vergeht kein Jahr ohne etwas Neues ausprobiert zu haben. 

Dieses Jahr haben wir Weideschweine mitten in unserem Rebberg!

Auf dieser Seite kann man jede Woche etwas mehr über unser Projekt erfahren. 

Wie wir auf die Idee gekommen sind ...

Begrünung im Rebberg

Schweinisches Begrünungsmanagement :) 

Die Begrünung im Rebberg ist jedes Jahr aufs Neue ein grosses Thema.

So dient sie auf der einen Seite der Humusproduktion an Ort und Stelle, der Verbesserung der Bodenstruktur, erhöht Speicherfähigkeit von Wasser und Nährstoffen und bietet Nahrung für viele Insekten.

Auf der anderen Seite kann es, gerade bei feucht warmem Wetter, zu einem pilzgünstigen Klima rund um die Reben kommen und das möchte der Winzer auf gar keinen Fall.

So geht es immer darum, wann kann ich wie mit welcher Maschine zum optimalen Zeitpunkt eine für mich passende Begrünung erreichen.

Aber würde es vielleicht auch ohne maschinellen Einsatz und über die ganze Vegetationsperiode hinweg funktionieren...? 

 

Warum Schweine?

Weil sie süss sind ... das auch, aber nicht nur :-)

Am Anfang war die Überlegung, ob es nicht die Möglichkeit gibt Tiere das ganze Jahr über draussen zu halten, die Gras fressen, sich um die Bodenbearbeitung kümmern und vielleicht nicht so gross werden, um an die Trauben zu kommen.

 

Wie wir die Schweine einsetzen

als Weideschweine und vierbeinige Pflüge ;)

Unser Versuch sieht so aus, dass die Schweine momentan in einem abgetrennten Teilstück mitten in den Reben wohnen und leben. Je nach Aktivität was das schweinische Umpflügen angeht und in Abhängigkeit des Nahrungsangebotes, werden die Schweine in das nächste Teilstück umziehen.

Wir sind sehr gespannt, wie sich das Leben der 5 Schweine auf die Begrünung, den Nährstoffgehalt des Bodens und natürlich auf die Reben, respektive die Trauben auswirkt.


Rebberg-Schwein Kalender

Woche 1

Am Samstag den 20. März haben wir die 5 kleinen Ringelschwänzchen abgeholt und zu uns in den Rebberg gebracht. Die Mama war natürlich nicht sehr begeistert, dass wir ihre Jungen mitgenommen haben. Wenn sie nun aber sehen würde, wie schön die Kleinen es hier haben, dann wäre sie sicher damit einverstanden :)

Eigentlich hatte uns das FiBL empfohlen mindestens 3 Ferkel zu nehmen, 4 hatten wir dann gesucht und 5 sind es dann geworden :-D

 

Für uns stand die erste Woche ganz im Zeichen der Eingewöhnung.

Über Nacht wurde es noch bis zu -3°C kalt, mit ordentlich Stroh im Wagen und gegenseitigem Wärmen, war das überhaupt kein Problem für die 5.

Und über Tag fand die gegenseitige Beschnuppern statt. Mit Futter gewinnt man Freunde :-). Eine wichtige Erkenntnis ist auf jeden Fall, dass Äpfel besser ankommen als Karotten (und das erst noch im Rüebli-Kanton ...) 

Es ist schön zu sehen, wie sie sich in ihrem neuen Zuhause einleben und an die neue Umgebung gewöhnen. Es wurde bereits ordentlich gewühlt!

Uns ist es wichtig, dass sie uns kennen und dass wir wissen welches Futter sie am liebsten mögen, damit sie gesund und munter bleiben.

 

 

Fazit der ersten Woche: Wir fühlen uns alle sauwohl in der neuen Konstellation :-)

Woche 2

 

Die zweite Woche in den Reben war wahrlich ein schöner Frühling. Bei Temperaturen bis gegen 20 Grad war es Zeit für einen ersten Sonnenschutz. So lässt sich die schöne Aussicht gleich noch mehr geniessen :-)

Dazu gab es auch noch eine kleine Suhle um sich etwas abzukühlen, doch scheint die etwas ungewohnt zu sein. Zumindest wurde sie trotz viel Sonnenschein noch nicht richtig genutzt. Immerhin ist es eine interessante Sache in welcher man seine Schnauze eintauchen kann.